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Schlechte Laune ist okay!

AllgemeinesPosted by Lisa Tue, July 25, 2017 17:06:24

Wenn alles einfach doof ist…

Manchmal scheint es, als sei die Traurigkeit aus der modernen Welt verschwunden. Alle sind ständig gut drauf, gut gelaunt und haben einen pfiffigen Spruch auf den Lippen. Zumindest verkaufen sie sich so am Arbeitsplatz, in der Schule oder Universität und in den sozialen Medien. Wie es hinter der Fassade aussieht, mag keiner so recht zugeben. Die ständig steigende Zahl der Depressionen und Burn-Outs spricht dagegen ihre eigene Sprache. Ein Plädoyer für die Melancholie – und wie wir aus ihr Kraft schöpfen können.

Schlechte Laune oder Selbstmitleid?

Wir müssen nicht immer gut drauf sein. Unzählige Künstler schöpften ihre Kreativität aus einem Zustand der Melancholie oder der Niedergeschlagenheit. Wäre Goethe zum Rockstar seiner Zeit aufgestiegen, wenn er sich seinen Liebeskummer nicht in den "Leiden des jungen Werther" von der Seele geschrieben hätte? Hören wir nicht alle gerne mal traurige Musik, in denen der Sänger sich über die Ungerechtigkeit der Welt beklagt? Klar, denn wir finden uns darin wieder.

Dabei sollten kurzfristige schlechte Laune und dauerhaftes Selbstmitleid nicht miteinander verwechselt werden. Letztes ist ungesund und nervt die Mitmenschen. Wer sich immer nur selbst bemitleidet und glaubt, dass immer die anderen schuld sind, steckt in einem Teufelskreis fest. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden. Nur wer anerkennt, dass er für sein Schicksal selbst verantwortlich ist und seine eigenen Fehler korrigieren muss, kann daraus Motivation für neue Ziele schöpfen: Ab heute schiebe ich mein Übergewicht nicht mehr auf die blöde Welt, die mich zur Schokolade greifen lässt. Ab heute weiß ich, dass nur ich selbst dafür verantwortlich bin, was in meinen Magen wandert. Packt mich der Wunsch nach Schokolade, gehe ich lieber spazieren. Auch wenn es regnet. So!

Schlechte Laune darf mal sein

Anders ist es bei einem kurzfristigen Anfall von schlechter Laune. Vielleicht nervt der Dauerregen, vielleicht gab es einen heftigen Streit mit dem Liebsten, vielleicht kam eine Absage auf einen erhofften Traumjob. Niemand muss sich dann zwingen, mit strahlendem Lächeln auf einer öden Party zu erscheinen. Dann ist es völlig in Ordnung zu sagen, heute nicht. Heute verbringe ich den Rest des Tages auf der Couch, schlürfe literweise heißen Kakao und bemitleide mich selbst, während ich schönen Menschen beim Tun schöner Dinge im Fernsehen zusehe. Indem wir uns diese schlechte Laune gönnen, wissen wir auch wieder die schönen Dinge zu schätzen, die uns aufheitern und verlangen nicht immer wieder nach neuen Reizen.

Wichtig ist: Der Anfall schlechter Laune bleibt zeitlich begrenzt. Er geht nicht in dauerhaftes Selbstmitleid über. Morgen raffe ich mich wieder auf: Ich schreibe fünf neue Bewerbungen, ich schicke dem Liebsten eine Whatsapp in der ich mich entschuldige und wenn es immer noch regnet, gehe ich halt ins nächste Thermalbad. Da bin ich dann wenigstens so richtig nass – und fühle mich dennoch wohl im warmen Wasser.




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